Wissenschaftliche Arbeitsziele

Operationalisierung und räumlicher Fokus

Das ReProLa-Projekt bearbeitet die Fragestellungen rund um das Thema Regionalprodukte auf Maßstabsebene der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Es verfolgt dabei den Anspruch, Aussagen für die gesamte Metropolregion zu treffen, die zugleich übertragbar sind auf der Bundesebene. Es ist dabei offensichtlich, dass die empirische Operationalisierung nicht flächendeckend und kleinteilig für die Metropolregion Nürnberg sein kann. Vielmehr ist das Vorgehen so angelegt, dass flächendeckend verfügbare Daten, die zumeist räumlich wenig detailliert sind, zu verknüpfen sind mit räumlich und inhaltlich detaillierten ‚Zoom-In‘-Analysen, die auch umfassende Primärdaten-Erhebungen umfassen.

Flächennutzung

Die Flächennutzung im Gesamtraum der Metropolregion Nürnberg hat sich im Zeitverlauf der letzten Jahre / Jahrzehnte stark geändert. Die folgenden Ziele werden mithilfe einer umfassenden räumlichen und zeitlichen Flächennutzungsanalyse angestrebt und sollen die Basis für die folgenden Arbeitsschritte bilden:

  • Sichtbarmachung unterschiedlicher Landnutzungsansprüche und -konflikte auf der Ebene der Metropolregion Nürnberg und deren Teilräumen
  • Identifizierung von Einflussgrößen auf die Landnutzung
  • Prognose / Einschätzung zukünftiger Einflussgrößen auf die Landnutzung in Hinblick auf den demographischen Wandel, Erneuerbare Energien, E-Mobilität (Stromversorgung), soziale Infrastruktur, Verkehrsinfrastruktur, Versorgungsmöglichkeiten, Möglichkeiten der Daseinsvorsorge
  • Analyse der Rolle der Politik (Gesetzgebung, Landes-/Regionalplanung, Normen, Förderprogramme) auf die Landnutzung
  • Systematisierung von Landnutzungs-Mustern; Kategorisierung der Entwicklungsverläufe von Teilräumen
  • Analyse agrarischer und forstwirtschaftlicher Flächennutzungs-Systeme (Anbaustruktur, Wirtschaftsweise (konventionell / ökologisch), Eigentums-, Pachtverhältnisse, Umfang und Bedeutung von Naturschutzfläche)
  • Quantifizierung der Relevanz von „Regionalprodukten“ im Lebensmittelbereich der Metropolregion Nürnberg
  • Flächen- und Ressourcenansprüche der regionalen Agrarproduktion (auch für die Bioenergieproduktion)
Regionale Wertschöpfung

Bundesweit waren in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe an Initiativen zur Unterstützung von regionalen Lebensmitteln zu beobachten; die Initiative ‚Original Regional‘ in der Metropolregion Nürnberg gehört hier zweifellos zu den Vorreitern. Trotz der inzwischen umfänglichen praktischen Erfahrungen in diesem Bereich bestehen erhebliche Wissenslücken, die durch das ReProLa-Projekt geschlossen werden sollen.

Insbesondere zielt das Projekt auf:

  • eine verbesserte Kenntnis über den Zusammenhang von regionalen Wertschöpfungsketten und den Möglichkeiten, diesbezügliche Lücken zu schließen und Wertschöpfungsabschnitte zu vertiefen.
  • ein besseres Verständnis über den Zusammenhang von Flächenverfügbarkeit/-nutzung und Wertschöpfung im Lebensmittelbereich.
  • ein genaueres Verständnis des Themenbereichs Regionalprodukte im Hinblick auf die Relevanz in Sachen Wertschöpfung und Arbeitsmarkt.